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Unser Expertentipp 3: Wunderwaffe COACHING

Worauf es im Prozess ankommt

Ihre Wahl ist auf einen Coach gefallen mit dem die Chemie passt und Sie haben in einem Erstgespräch die Erwartungen und Vorstellungen der gemeinsamen Zusammenarbeit geklärt. Auf folgende Details sollten Sie als Coachee während der Zusammenarbeit dennoch achten.

Ratschläge sind auch Schläge
Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe und kein Beratungsprozess. Demnach sind jegliche Formen von Ratschlägen seitens des Coachs nicht angebracht. Wir kennen es aus dem Lebensalltag, dass andere Personen uns nicht wirklich zuhören oder gar ausreden lassen und ihre Lösung in Form eines weisen Ratschlags sofort präsentieren. Ein professioneller Coach ist ein guter und aktiver Zuhörer. Die Kunst dabei ist es, aufkommende Gedanken über mögliche Lösungen völlig auszublenden und sich ausschließlich auf das Gesagte zu konzentrieren. Das aktive Zuhören ermöglichst es dem Coach in einem zweiten Moment jene Fragen zu stellen, die den Coachee einen Schritt weiter bringen können.

Wer fragt, der führt!
Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Formen von Fragen, nämlich die geschlossenen und die offenen Fragen. Während erstere durch ein einfaches “Nein“ oder “Ja“ beantwortet werden können, kommen wir bei offenen Fragen nicht umhin, einen vollständigen Satz als Antwort zu geben. Der Zweck von Fragen im Rahmen des Coachings kann beispielsweise sein, das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken, oder bis dahin verschlossen geglaubte Türen zu öffnen. Genauso kann durch die richtigen Fragen ein Gefühl von Nähe und Vertrautheit geschaffen und der Coachee dadurch zum Ziel geführt werden. Es ist also wichtig, dass der größere Gesprächsanteil beim Coachee liegt, während die Aufgabe des Coachs jene ist, die richtige Frage im richtigen Moment zu stellen.

Die Rolle des Coachs
Über die Fähigkeit des aktiven Zuhörens und gezielten Fragestellens hinaus, wird der Coach aus meiner Sicht seiner Rolle als Profi nur dann gerecht, wenn sich sein Verhalten dem Coachee gegenüber durch Werte wie Respekt, Wertschätzung und Vertrauen auszeichnet. Wenn auch nicht jeder von uns identisch dasselbe mit diesen Werten verbindet, so ist es ganz einfach wichtig, dass das diesbezügliche Verhalten des Coachs dem subjektiven Verständnis des jeweiligen Coachees gerecht wird. Darüber hinaus sollten Neutralität, Verschwiegenheit und ein gewisses Welt- und Menschenbild jeden Coach auszeichnen.

So selbstverständlich diese Argumente für das Selbstbild eines Coach sein mögen, sind aber dennoch Sie als Coachee derjenige der entscheidet, inwieweit Ihr Coach im Laufe der Zusammenarbeit in dieser Hinsicht Ihren Erwartungen gerecht wurde. Am besten lässt es sich wohl daran festmachen, ob die gemeinsame Reise wirklich zum gewünschten Ziel geführt hat, oder nicht.